CDU Gemeindeverband Nottuln

Nord-Umgehung: Alle 208 Einwendungen bearbeitet

Nottuln. In das laufende Planfeststellungsverfahren für die Nord-Umgehung Nottuln kommt Bewegung. Nachdem der zweite Teil des Gutachtens zu den Auswirkungen der geplanten Straße auf das Nottulner Wasserwerk vorliegt (wir berichteten), bereitet sich der Landesbetrieb Straßenbau NRW, Regionalniederlassung Münsterland mit Sitz in Coesfeld, jetzt auf den sogenannten Erörterungstermin vor, bei dem private und behördliche Anregungen und Einwendungen besprochen werden. „Einen genauen Termin für diese Erörterung gibt es noch nicht“, erklärte gestern Josef Brinkhaus, Sprecher der Regionalniederlassung. „Wir gehen aber fest davon aus, dass der Termin noch in diesem Jahr stattfinden wird.“
Nach Auskunft von Brinkhaus hat die Straßenbaubehörde nun alle 208 im Verfahren vorgebrachten Bürgereinwendungen bearbeitet. Nach den Herbstferien wird die Regionalniederlassung ihre Stellungnahmen zu den vorgebrachten Einwendungen der Zentrale des Landesbetriebs in Gelsenkirchen zuleiten. Dort werden die umfangreichen Kommentierungen noch einmal geprüft. Gleichzeitig setzt sich die Zentrale des Landesbetriebs mit der Bezirksregierung in Münster in Verbindung, um ein Datum für den Erörterungstermin abzustimmen. Wahrscheinlich ist, dass der Erörterungstermin für Dezember festgelegt wird und sich möglicherweise über mehrere Tage erstrecken wird.


Mit dem Wasserwerksgutachten will sich die Nottulner Kommunalpolitik nach den Herbstferien beschäftigen. Geplant ist eine gemeinsame öffentliche Sitzung von Betriebsausschuss und Gemeindeentwicklungsausschuss am 24. Oktober (Montag) im Forum des Gymnasiums.

Zentrales Ergebnis des Gutachtens ist, dass durch technische und bauliche Maßnahmen sichergestellt werden kann, dass das Nottulner Wasserwerk nicht durch die Umgehungsstraße beeinträchtigt wird. So sieht es jedenfalls der Gutachter.

Anlässlich eines Treffens mit Dirk Griepenburg (Nottuln), Leiter der Regionalniederlassung Münsterland, hatte CDU-Landtagsabgeordneter Werner Jostmeier davon gesprochen, dass es aufgrund des Gutachtens weder eine Gefährdung noch eine Verzögerung beim Bau der Nord-Umgehung geben dürfte. Die sehr optimistische Prognose: Baubeginn könnte in 2009 oder spätestens in 2010 sein.