CDU Gemeindeverband Nottuln

Das Aus für die Bebauung

Nottuln. Die Entscheidung zur Zukunft des Baugebietes Appelhülsen-Nord II ist gefallen: „Auf eine Bebauung des 3. und 4. Bauabschnittes wird verzichtet.“ Das hat der Rat in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig entschieden. Die Verwaltung wurde beauftragt, die finanziellen Folgen der Entscheidung darzustellen (was Kämmerer Klaus Fallberg noch in der Sitzung tat) und Möglichkeiten zu recherchieren, wie die Flächen anders genutzt werden können (eine stellte Bürgermeister Peter Amadeus Schneider vor).
Auf Antrag der CDU wurde dieser Beschluss mit der Ergänzung versehen, für alle Flächen (ebenso für die sogenannte Lankers-Fläche) zu prüfen, „ob es Möglichkeiten der Optimierung bzw. der Verlustminderung gibt.“ Beispielsweise könne man eine Arrondierung der Flächen ins Auge fassen, die wegen der Entfernung zur Lärmquelle Autobahn als Bauland entwickelt werden können.

Denn: Jeder Cent, den man noch mit den Flächen machen kann, hilft dem Haushalt. Deutlich wurde das vor allem in der Darstellung, die Kämmerer Klaus Fallberg gab. Sein ernüchterndes Fazit: Durch den Verzicht, das Bauland weiter zu vermarkten, entsteht der Gewerbe- und Industrieförderungs-Gesellschaft mbH ein Verlust von 6,7 Millionen Euro, den die Gemeinde übernehmen muss. Dann kommen noch die Zinsen für dieses kreditfinanzierte Geld in Höhe von rund 6 Millionen Euro hinzu. Um diesen Verlust abzubauen, sind Rückzahlungen an die GIG in Höhe von jährlich 541 000 Euro bis 2035, die Aufnahme von Liquiditätskrediten und weitere Konsolidierungsmaßnahmen erforderlich.

Angesichts eines solchen Desasters braucht man Perspektiven. Und deshalb war der Rat dankbar, dass die Verwaltung bereits eine Idee hatte: Die Errichtung eines Fotovoltaik-Parks. Diese Perspektive soll, so beschloss der Rat, auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden. Denn der Fotovoltaik-Park ist durchaus kein Selbstläufer – es gibt einige „Pferdefüße“, wie Schneider zugab. Weitere Ideen, die Flächen zu nutzen, sollen ebenfalls entwickelt werden.

Nach dem Grundsatzbeschluss wird es jetzt „zeitnah“ eine Sitzung des GIG-Aufsichtsrates zu Appelhülsen-Nord geben und dann eine gemeinsame Sitzung von Haupt- und Finanzausschuss und GIG zum weiteren Vorgehen.