Entscheidung für die Familie
Die Entscheidung hat sich der gebürtige Gelsenkirchener, der im Jahre 2000 von der Stadtverwaltung Mönchengladbach nach Nottuln wechselte, reiflich überlegt. Die Gründe für den Ausstieg aus dem Nottulner Beigeordnetenamt liegen ausschließlich im privaten Umfeld. „Ich möchte künftig einfach mehr Zeit mit meiner Familie, mit meinen Kindern (vier und sechs Jahre alt, Anmerkung der Redaktion) verbringen“, betonte Klaus Fallberg. „Seitdem ich Familienvater bin, weiß ich, wie schwierig es ist, die Waage zu halten zwischen den familiären und beruflichen Verpflichtungen.“
Keinesfalls sei es so, dass ihm die Arbeit keinen Spaß mehr mache. Im Gegenteil: „Einen tolleren Arbeitsplatz als den des Beigeordneten und Kämmerers in Nottuln kann man nicht haben“, erklärt der Finanzexperte. Außerdem: „Unsere Verwaltung ist gut aufgestellt, wir haben gute Fachbereichsleitungen und gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.“
Letztlich sei ihm aber klar geworden: „Meine Kinder brauchen mich mehr als die Gemeindeverwaltung Nottuln.“ Wenn Klaus Fallberg im März 2016 nach dann 43 Jahren im öffentlichen Dienst aus dem Amt ausscheidet, soll danach ausschließlich die Familie im Mittelpunkt stehen.
Seit dem Jahr 2000 in Nottuln: Beigeordneter Klaus Fallberg. Der 58-Jährige möchte künftig mehr für seine Familie da sein und steht für eine dritte Amtszeit ab April 2016 nicht zur Verfügung. Foto: Frank VogelDer Beigeordnete und Kämmerer ist nach nunmehr 14 Jahren in Nottuln für viele in der Politik der sichere Anker, der auch in stürmischer Finanz-See Halt gibt. Sowohl bei seiner erstmaligen Wahl am 25. Januar 2000 als auch bei der Wiederwahl am 13. November 2007 hat ihn der Gemeinderat jeweils einstimmig und ohne Enthaltungen gewählt.
Klaus Fallberg gilt als gewiefter Kommunalfinanzexperte. Die Umstellung des Gemeindehaushalts von der Kameralistik auf die Kaufmännische Buchführung, die Arbeit zur Gründung des Finanzzentrums Baumberge, sein Verhandlungsgeschick und nicht zuletzt die Aufgeschlossenheit, auch neue und zunächst ungewöhnliche Finanzinstrumente wie die Zinssteuerung zum Vorteil der Gemeindefinanzen zu nutzen, haben ihm ein großes Renommee eingebracht. Hoch angerechnet wird ihm auch, dass er trotz zwischenzeitlicher Abwerbeversuche Nottuln die Treue gehalten hat.