CDU macht Druck bei Digitalisierung und Dorfentwicklung
Mit drei Anträgen bringt die CDU-Fraktion im Rat der Gemeinde Nottuln klare lokalpolitische Forderungen auf die Tagesordnung – und nimmt dabei insbesondere die Ortsteile und die Digitalisierung in den Blick. Sowohl bei der digitalen Zukunft als auch bei der Weiterentwicklung der Ortsteile Appelhülsen, Schapdetten und Darup sieht die CDU konkreten Handlungsbedarf.
Im Kreistag setzt sich die CDU dafür ein, dass sich der Kreis Coesfeld aktiv an einer interkommunalen urbanen Datenplattform beteiligt. Aus Sicht der Christdemokraten bietet das Projekt auch für Nottuln spürbare Vorteile: Daten aus Sensoren können künftig helfen, den Winterdienst effizienter zu steuern, Hochwasserlagen früher zu erkennen oder Verkehrsströme besser zu analysieren. „Wer heute plant, muss mit aktuellen Daten arbeiten“, so Fraktionsvorstand Marco Upmann, der darin einen wichtigen Schritt hin zu einer modernen und leistungsfähigen Verwaltung sieht. Mit Bürgermeister Dr. Thönnes und Dominik Bomholt als Kämmerer sind gute und wichtige Schritte bei der Digitalisierung der Gemeindeverwaltung bereits getan - nun gilt es, am Kreisprojekt teilzunehmen und so auch weitere Verwaltungsabteilungen an der Digitalisierung teilhaben zu lassen. Die urbane Datenplattform auf Basis von LoRaWan ermöglicht insbesondere datenbasierte Entscheidungs- und Steuerungsprozesse, Effizienzsteigerungen und Zeitersparnisse, Kostenreduktionen durch optimierte Abläufe, mehr Transparenz sowie perspektivisch eine stärkere Bürgernähe sowie positive Effekte für Nachhaltigkeit, Klima- und Ressourcenschutz. Das Projekt soll als gemeinsames LEADER-Förderprojekt im Kreis Coesfeld umgesetzt werden und da soll Nottuln dabei sein, fordert die CDU-Fraktion vor Ort.
Noch deutlicher wird der lokale Bezug bei den beiden Anträgen zur Dorfentwicklung. Für den Nottulner Ortskern ist eine städtebauplanerische Entwicklung mit dem ISEK auf den Weg gebracht. Für Appelhülsen und Schapdetten fordert die CDU, jeweils ein Dorfinnenentwicklungskonzept, kurz „DIEK“, aufzustellen. Ziel sei es, Fördermittel nicht ungenutzt zu lassen und Projekte zur Stärkung der Ortskerne voranzubringen. Dabei gehe es um mehr Aufenthaltsqualität, funktionierende Treffpunkte und eine Infrastruktur, die den Ortsteilen langfristig Perspektiven bietet. Bei Dorfinnenentwicklungskonzepten ist eine intensive Bürgerbeteiligung zur Gestaltung der Ortskerne möglich und notwendig. „Es gibt vor Ort genügend gute Ideen und Bereitschaft, diese Ideen einzubringen. Wir müssen nun in die konkrete Planung und Umsetzung kommen“, fordert der Appelhülsener Ratsherr und stv. Bürgermeister Hartmut Rulle.
Auch Darup steht im Fokus der Christdemokraten. Hier spricht sich die CDU für die Umsetzung des Dorfinnenentwicklungskonzepts mit dem Schwerpunkt Generationenpark aus. Der geplante Park soll als zentraler Treffpunkt für Jung und Alt dienen und den sozialen Zusammenhalt im Ort stärken. Aus Sicht der beiden Daruper CDU-Ratsmitglieder Sebastian Schulz und Norbert Gosekuhl ist das Projekt ein wichtiges Signal, um Darup als lebendigen und attraktiven Ortsteil weiterzuentwickeln. „Wir sind zwar gerade eben erst ausgezeichnet worden, dürfen uns aber darauf nicht ausruhen. Im bereits lange bestehenden DIEK Darup gibt es noch genug Potenzial zur Umsetzung. Wichtigstes Thema für uns ist der Generationenpark“, so CDU-Ratsherr Schulz.
Mit den drei Anträgen macht die CDU deutlich, dass sie sowohl im Kreistag als auch in der Ratsarbeit in Nottuln Akzente setzen will. Digitalisierung, die Nutzung von Förderchancen und eine starke Einbindung der Ortsteile sollen nach dem Willen der Christdemokraten nicht nur Schlagworte bleiben, sondern konkret umgesetzt werden. Die Beratungen in den politischen Gremien stehen in den kommenden Wochen an.