Kurs auf Stabilität und Verantwortung
In ihrer diesjährigen Haushaltsklausur hat sich die CDU Nottuln am zurückliegenden Wochenende in Gronau am Drilandsee intensiv mit der finanziellen Lage der Gemeinde und den Weichenstellungen für die kommenden Jahre befasst. Im Mittelpunkt stand dabei der Anspruch, auch unter schwierig bleibenden finanziellen Rahmenbedingungen verantwortungsvoll zu wirtschaften, zu priorisieren und zugleich die Zukunftsfähigkeit Nottulns zu sichern. „Nottuln mit seinen vier Ortsteilen muss ein lebenswerter Ort bleiben, auch wenn die finanziellen Spielräume weiterhin eng bleiben“, formuliert Dr. Andrea Quadt-Hallmann für den CDU-Fraktionsvorstand.
Die Christdemokraten stellten klar, dass die Bürgerinnen und Bürger nicht weiter belastet werden sollen – trotz angespannter kommunaler Finanzen. Steigende Kosten und sinkende Einnahmen seien zwar eine Herausforderung, dürften aber nicht zu höheren Abgaben führen. Vielmehr gelte es, Ausgaben kritisch zu überprüfen und Prioritäten klar zu setzen. Ein zentrales Ziel bleibe ein mindestens ausgeglichener Haushalt sowie eine schrittweise Reduzierung der kommunalen Verschuldung und der Belastungen für die Bürger.
„Wir haben bereits viel erreicht mit den drei Unterstützerparteien und Bürgermeister Dr. Thönnes, es gibt aber auch noch viel zu tun“. Mit diesen Worten fasst Marco Upmann aus Schapdetten die bisherige Arbeit zusammen und unterstreicht zugleich den Handlungsbedarf für die kommenden Jahre. Die Haushaltsklausur habe gezeigt, dass solide Finanzen nur durch langfristiges Denken und konsequentes Handeln und Priorisieren zu erreichen seien.
Ein besonderer Fokus der Beratungen lag auf dem Baubereich. Hier sollen künftige Planungen stärker priorisiert werden – insbesondere solche, die der Gemeinde langfristig Einnahmen ermöglichen oder Kosten sparen. „Wir wollen Baukräne sehen, am neuen Gewerbegebiet Beisenbusch III und in den Neubaugebieten in allen vier Ortsteilen. Mit der Ansiedlung von Gewerbe und neuen Bürgern verbessern wir unsere kommunalen Finanzen und haben wieder mehr Gestaltungsbasis“, verdeutlicht Hartmut Rulle die Priorität für die CDU. Kommunale Neubauten stehen dabei nicht automatisch im Vordergrund. Stattdessen erscheint es aus Sicht der CDU sinnvoll, vorhandene Räumlichkeiten gezielt zu modernisieren. Zudem müsse stärker über die Multifunktionalität von Gebäuden nachgedacht werden, damit Räume flexibel genutzt und Ressourcen effizient eingesetzt werden können.
Neben Zahlen und Bauprojekten ist auch der gesellschaftliche Zusammenhalt wesentlich. Die CDU Nottuln sprach sich klar dafür aus, das Ehrenamt weiter zu stärken. Vereine, Initiativen und insbesondere die freiwillige Feuerwehr in allen vier Ortsteilen leisten einen unverzichtbaren Beitrag für das Gemeindeleben und verdienen verlässliche Unterstützung – auch in finanziell angespannten Zeiten. Hier gelte es, das Ehrenamt mit der richtigen Mischung aus Wertschätzung und Augenmaß zu fördern, denn das ehrenamtliche Engagement der Bürgerinnen und Bürger sei eine wesentliche Säule der Attraktivität eines Wohnortes.
Mit den Ergebnissen der Haushaltsklausur sieht sich die CDU Nottuln gut vorbereitet für konstruktive Beratungen in den Fachausschüssen und im Gemeinderat, so Arnd Rutenbeck für den CDU-Fraktionsvorstand. Ziel bleibe es, finanzielle Vernunft mit sozialer Verantwortung zu verbinden und Nottuln nachhaltig und lebenswert weiterzuentwickeln.
Neben der inhaltlichen Arbeit blieb im Rahmen der Klausur genügend Zeit für ein gutes Miteinander. „Die CDU ist eine Fraktion mit Mitgliedern im Alter von 16 bis über 70 Jahrenvon Neulingen und sehr erfahrenen Kommunalpolitikern. Da ist gegenseitiges Kennenlernen und Wahrnehmung verschiedener Sichtweisen und Interessen wichtig, auch dafür hatten wir genügend Raum“, resümiert Dr. Julian Allendorf, Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbandes und Kreistagsmitglied am Ende eines gelungenen Klausurwochenendes.