Respekt für den Einsatz
Der CDU-Gemeindeverband Nottuln war jüngst zu Gast beim Löschzug Darup der Feuerwehr Nottuln. Empfangen wurden die Mitglieder von Löschgruppenführer Tobias Plogmaker, der zunächst die Räumlichkeiten vorstellte und über die in den vergangenen Jahren umgesetzten baulichen Erweiterungen informierte. Im Anschluss führte der Gemeindeverbandsvorstand seine Sitzung vor Ort durch.
Austausch im Gerätehaus Darup: Löschgruppenführer Tobias Plogmaker (6. v. l.) mit den Mitgliedern des CDU-Gemeindeverbandes Nottuln, die sich über Einsatzalltag und Zukunftsfragen der Freiwilligen Feuerwehr informierten.Der Löschzug Darup zählt derzeit 62 Mitglieder, darunter 45 aktive Einsatzkräfte, 13 Angehörige der Alters- und Ehrenabteilung sowie 4 Mitglieder der Jugendfeuerwehr. Neben einer soliden technischen Ausstattung bewältigt der Löschzug jährlich rund 60 Einsätze, ergänzt durch regelmäßige Übungsdienste sowie überörtliche Aufgaben – unter anderem im ABC-Zug des Kreises Coesfeld und bei Unterstützungsleistungen im Baumberge-Raum.
Neben dem Einsatzgeschehen ist die Feuerwehr Darup ein fester Bestandteil des Dorflebens. Sie engagiert sich bei Umweltaktionen, arbeitet mit Kindergarten und Schule zusammen, unterstützt Sanitätsdienste, hält Erste-Hilfe-Vorträge und übernimmt die Absicherung zahlreicher Veranstaltungen im Ort.
Im Mittelpunkt des Austauschs standen die zukünftigen Herausforderungen der ehrenamtlichen Feuerwehrarbeit. Löschgruppenführer Tobias Plogmaker machte deutlich, dass insbesondere die Tagesverfügbarkeit der Einsatzkräfte sowie die mittel- bis langfristige Personalplanung zentrale Themen der kommenden Jahre seien. Hinzu komme der steigende Aufwand für Aus- und Weiterbildung, die oft an Wochenenden und zu für Familie und Beruf herausfordernden Zeiten stattfinde. Umso wichtiger seien Motivation, Kameradschaft und eine wertschätzende Führungskultur, um die Leistungsfähigkeit der Feuerwehr dauerhaft sicherzustellen, so Plogmaker.
Ein weiteres Thema waren die baulichen Rahmenbedingungen der Feuerwehrstandorte in der Gemeinde. Dabei wurde deutlich, dass es der Feuerwehr nicht um maximale oder repräsentative Lösungen geht, sondern um funktionale, sichere und angemessene Räume, die einen reibungslosen Einsatzbetrieb ermöglichen und die Motivation der Ehrenamtlichen unterstützen.
Dr. Julian Allendorf fasste als Vorsitzender die Eindrücke des Abends in einem Wort zusammen: „Respekt – vor dem, was die Feuerwehrleute hier ehrenamtlich für unsere Sicherheit leisten“. In diesem Zusammenhang verwies er auch auf die vom nordrhein-westfälischen Innenminister Herbert Reul initiierte Respekt-Kampagne, die den gesellschaftlichen Stellenwert von Einsatzkräften unterstreicht.
Auch Marco Upmann, stellvertretender Vorsitzender des CDU-Gemeindeverbands Nottuln, betonte die Bedeutung des gemeinsamen Dialogs: „Der Austausch hat gezeigt, wie komplex die Anforderungen an eine moderne freiwillige Feuerwehr heute sind. Umso wichtiger ist es, zuzuhören, Verständnis zu entwickeln und gemeinsam tragfähige Lösungen für die Zukunft zu erarbeiten.“