Nottuln/Darup. Die Diskussion über die Fahrtkostenübernahme für Oberstufenschüler aus Darup am Nottulner Gymnasium geht in die nächste Runde. Für die kommende Sitzung des Schulausschusses, der am Dienstag (5. Februar) tagt, hat die CDU-Fraktion nun einen eigenen Antrag eingereicht. Danach soll die Gemeinde ab einer Entfernung von 3,5 Kilometern die Fahrtkosten übernehmen. Die entstehenden Mehrkosten sollen durch Sparmaßnahmen am Gymnasium aufgefangen werden. Vorschlag der CDU: Die Reinigung der Fenster wird von drei auf zwei Reinigungen pro Jahr und die Reinigung der Unterrichtsräume der Sekundarstufe II auf zwei Reinigungen pro Woche reduziert. An den anderen Tagen sorgen die Schüler selbst für ein besenreines Verlassen der Unterrichtsräume.
Bereits Ende Oktober vorigen Jahres hatte sich der Schulausschuss ausführlich mit dem Thema befasst. Auslöser war ein Antrag des Gymnasiums, wonach die Gemeinde die Fahrtkosten für die Oberstufenschüler aus Darup übernehmen sollte, deren Weg unter der von der Schülerfahrtkostenverordnung festgelegten Fünf-Kilometer-Grenze liegt. Von den derzeit 14 Oberstufenschülern aus Darup haben nur zwei einen gesetzlichen Anspruch auf eine Fahrtkostenerstattung.
Während Schule und Eltern in der damaligen Diskussion auch auf den Sicherheitsaspekt und die Schulattraktivität hinwiesen, sah die Gemeindeverwaltung in der beantragten Kostenübernahme eine „astreine freiwillige Leistung“, die in Zeiten absoluten Sparzwangs ein Problem sei. Anders ausgedrückt: Die Verwaltung lehnt die zusätzliche freiwillige Leistung ab und will sich wie bisher strikt an die gesetzlichen Vorgaben halten.
Wie die Verwaltung für die kommende Sitzung noch einmal darlegt, geht es um eine Mehrausgabe von rund 5928 Euro, wenn die Fahrtkosten für ein ganzes Schuljahr übernommen werden, beziehungsweise um rund 2297 Euro, wenn nur für die sechs Wintermonate die Fahrtkosten übernommen werden. Dem von der CDU eingebrachten Deckungsvorschlag bescheinigt die Verwaltung ein Volumen von bestenfalls rund 3630 Euro, weshalb allenfalls die Fahrtkosten für die Winterzeit aufgefangen werden könnten.
Im Oktober vertagte der Ausschuss das Thema, um es noch einmal in den Fraktionen zu beraten. Die CDU hat die Zeit offensichtlich genutzt und spricht sich nun für die Übernahme der Fahrtkosten aus. In der Begründung ihres Antrages verweisen die Christdemokraten unter anderem auf diesen Aspekt: „Die Verkürzung der Sekundarstufe 1 des Gymnasiums auf fünf Jahre führt künftig dazu, dass bei Beibehaltung der bisherigen Regelung 15-jährige Schüler des Gymnasiums die Sekundarstufe II besuchen, während 16- bis 18-jährige Schüler noch die Klasse 10 der Haupt- beziehungsweise Realschule besuchen und in den Genuss der besseren Fahrtkostenregelung für die Sekundarstufe 1 kommen. Diese personenbezogene Ungleichbehandlung würde durch den Beschluss aufgehoben.“
Der Ausschuss befasst sich am kommenden Dienstag in öffentlicher Sitzung mit dem Thema. Beginn ist um 19 Uhr in der von-Aschebergschen Kurie.