CDU im Austausch mit Baubetriebshof
Am Mittwoch fanden sich die Nottulner CDU-Fraktion und Vertreterinnen und Vertretern der Gemeindewerke zu einem informativen Austausch auf dem Baubetriebshof neben der Nottulner Feuerwehr zusammen. Frau Teepe vom Grünflächenamt, die technischen und kaufmännischen Betriebsleiter Herr Krüger und Herr Scheunemann sowie der Leiter des Baubetriebshofes, Herr Beckersjürgen, nahmen sich Zeit, um den CDU-Vertretern Einblicke in Arbeit, Struktur und Organisation des Baubetriebshofes zu gewähren. Dabei signalisierte die CDU ihre Bereitschaft, gemeinsam nach Lösungen zu suchen und Unterstützung für die tägliche Arbeit anzubieten.
Als Besonderheit erfuhren die Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker, dass Nottuln die einzige Gemeinde im Umland mit eigenem Salzlager ist, das den gesamten Saisonbedarf decken kann, wodurch bislang kein teures Nachkaufen von Streusalz in diesem strengen Winter nötig war. Andere Gemeinden greifen in Wintertagen oft auf Salz aus Nottuln zurück. Der Winterdienst folgt einem zu Beginn der Saison erstellten Plan; ein Mitarbeiter kontrolliert um drei Uhr nachts neuralgische Stellen und alarmiert bei Bedarf die Kolleginnen und Kollegen für den Streueinsatz. Dabei werden nur Gefahrstellen auf Gemeindestraßen und -wegen sowie z. B. Busstrecken im Außenbereich gestreut.
Besichtigt wurden die Werkstatt für Eigenreparaturen an Fahrzeugen, die Fahrzeughalle mit Maschinenpark, u. a. Schleppern, Gartenbaugeräten, Anhängern, aber auch der Beschilderung für Veranstaltungen und Baumaßnahmen sowie der Hof mit Lagerflächen, unter anderem für Dolomitsand und zertifizierte Hackschnitzel, die als Fallschutz auf Spielplätzen dienen. Der CDU-Fraktion wurde z. B. erläutert, dass es eine Vorgabe der Unfallkasse ist, immer zwei Personen auf den großen Baubetriebshof-Fahrzeugen zu haben; bei Rückwärtsfahrten ist ein Einweiser erforderlich – eine Regel, die in der Praxis öfter zu Verwunderung führt.
Einige Arbeiten des Baubetriebshofes werden auch extern vergeben, beispielsweise Hubsteigerarbeiten an größeren Bäumen, Bewässerung in heißen Sommern oder das Zurückschneiden von Hecken, gerade in der Wachstumsperiode. Für solche Vorhaben stehen entsprechende Budgets im Wirtschaftsplan bereit. Aktuelle Aufgabe in den letzten Wochen war die Pflege und der Rückschnitt von Hecken und Bäumen, was bis zum 28. Februar erledigt sein musste. Der anfallende Grünschnitt wird in den nächsten Wochen eingesammelt und soweit möglich für die gemeindliche Holzhackschnitzelanlage genutzt.
Besondere Beachtung fanden die regelmäßig durchzuführenden Kontrollen durch geschulte Mitarbeitende des Baubetriebshofes, die aufgrund von Versicherungsvorgaben und Rechtsprechung durchzuführen sind: Baumkontrollen von rund 12.000 Bäumen, wöchentliche Spielplatzkontrollen, Streckenkontrollen – im Jahr 2025 wurden 1.460 Kilometer überprüft – sowie Brückenkontrollen (in Nottuln gibt es 67 Brücken in Verantwortung der Gemeinde). Zudem wurden die Anwendungsbereiche des kürzlich auf Initiative der CDU in den Haushaltsplan aufgenommenen LoRaWAN-Projekts diskutiert: Optimierung der Müllrunden durch Sensorik, Erfassung von Pegelständen für verbesserten Hochwasserschutz und Feuchtigkeitsmessungen bei Neuanpflanzungen können z. B. unnötige Wege und Arbeitszeit beim Baubetriebshof einsparen.
Erfreulich sei die Botschaft der Gemeindemitarbeiterinnen und -mitarbeiter: Der Baubetriebshof sei mit Maschinen, Geräten und Personal gut aufgestellt, auch wenn die Wachstumsperiode immer wieder zu Arbeitsspitzen führe, in denen nicht alles gleichzeitig erledigt werden könne. Die gute Zusammenarbeit zwischen Politik und Gemeindewerken wurde besonders hervorgehoben.